Abstich
Umfüllen eines Weines von einem Behälter in einen anderen unter gleichzeitiger Abtrennung des Trubes. Die zeitgerechte Durchführung des Abstichs im Keller ist eine grundsätzliche Massnahme zur Beeinflussung des Ausbaues junger Weine. Unter dem ersten Abstich versteht man das Abziehen des Weines von dem bei der Gärung entstandenen verderblichen Hefegeläger, das sich auf dem Boden abgesetzt hat.
Ampelografie
Darunter versteht man die Lehre von den verschiedenen Rebsorten
Anthozyan
Der Inhaltsstoff, der dem Rotwein seine Farbe verleiht. Im Laufe der Zeit geht das Anthozyan chemische Verbindungen ein, die zu einem Farbwechsel führen. Die Farbe verändert sich mit zunehmendem Alter von Purpurrot zu Rubinrot.
AOC / AC (Appellation d’Origine contrôlée auch Appellation contrôlée)
Bedeutet "Kontrollierte Ursprungsbezeichnung" und ist in Frankreich die höchste der drei Qualitätsstufen. Die AC wird kraft Gesetzes bestimmten Rebflächen zuerkannt. Man zählt in Frankreich zur Zeit 392 AC-Herkünfte, die mit 492’000 ha rund die Hälfte der Gesamtrebfläche Frankreichs einnehmen.
Assemblage
Der französische Ausdruck für den Verschnitt von Weinen. Es werden Weine verschiedener Rebsorten und aus verschiedenen Lagen verschnitten, um ein möglichst ausgewogenes Endprodukt zu erhalten.
Assimilation
In der Botanik Ausdruck für die Umwandlung aufgenommener Nährstoffe in Pflanzensubstanz. Alle Kulturmassnahmen im Weinberg sind darauf ausgerichtet, optimale Assimilationsverhältnisse zu schaffen. Licht, Wärme und gute Durchlüftung fördern die Assimilation und damit den Wuchs des Weinstockes und das Reifen der Trauben.
Ausbau
Sammelbegriff für alle kellertechnischen Massnahmen, die notwendig sind, um einen Wein konsumfertig und haltbar zu machen. Dazu gehören: schonende Gärführung, Abstich, Schöung, Klärung, Schwefeln, Verschnitt, Lagerung im Holzfass oder in Stahlbehältern, Abfüllung und Reifung auf der Flasche.
Auslese
Ein Qualitätswein aus Trauben, die überreif sind und von Hand einzeln verlesen werden. Die hohe
Zuckerkonzentration liefert die Grundlage für meist süße Weine mit dennoch stark ausgeprägtem Alkohol. Auslesenweine werden jedoch auch trocken ausgebaut..
Quelle: Ambrosi Hans, Wein - A bis Z, Gräfe und Unzer GmbH, München, 1. Auflage 1992 |